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20.09.2017

"Die Grenze des Machbaren ist erreicht"

Antrag zur Einrichtung und Unterhaltung einer Landesgeschäftsstelle

 

Wir waren im Sommer 2017 nicht untätig und haben einen Antrag "Zur Einrichtung und Unterhaltung einer Landesgeschäftsstelle für die LAG Soziokultur Bayern e.V. mit der Aufgabe der Förderung, Beratung und Qualifizierung professioneller und ehrenamtlicher Kulturarbeit in Städten und dem ländlichen Raum Bayerns" an das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst auf Gewährung von Haushaltsmitteln des Bayerischen Landeshaushaltes verfasst und eingereicht. Denn, wie es die Verfasserinnen Dressel (1. Vorsitz) und Mohr (Beisitzerin) im Antrag formulierten: "Die Grenze des Machbaren sind erreicht."

Im Folgenden befinden sich Auszüge aus dem Antrag:
 

1 Vorwort

Die höchst erfolgreiche Arbeit soziokultureller Einrichtungen hat dazu geführt, dass heute neben den „klassischen“ Kultureinrichtungen und publikumsträchtigen Großveranstaltungen die dezentralen Kulturangebote selbstverständlich zum Kulturleben einer Stadt gehören. Stadtteilläden, Stadtteilzentren und Kulturwerkstätten sind kulturelle Dienstleister im Bereich der Soziokultur. Von hier aus erfolgen Impulse zur Bewegung kultureller Prozesse, hier werden die Voraussetzungen geschaffen für bürgerschaftliches Engagement und Gestalten, von hier kommen nutzerfreundliche Kulturangebote für ein möglichst breites Publikum. „Begegnen“, „bewegen“, „gestalten“ und „nutzen“, diese vier Elemente des Prinzips Soziokultur bilden ein festes Fundament für die Kulturarbeit, die sich stets weiterentwickelt, die der Interdisziplinarität verpflichtet ist und als Querschnittsaufgabe zwischen den Bereichen Kultur, Sozialem und Bildung verstanden und praktiziert wird. Durch die Nähe der Kultur- und Bildungspraxis zur Alltagswelt gehören generationsübergreifende wie generationsspezifische Angebote, stets vor dem Hintergrund interkultureller Offenheit, zum Kernbestand der soziokulturellen Arbeit. Dass bei allen Aktivitäten ein interkultureller Ansatz Handlungsschwerpunkt ist, bedarf keiner besonderen Erwähnung.

Dennoch werden Desiderate benannt werden können, sicherlich ist in kleineren Kommunen und vor allem „auf dem flachen Land“ sehr viel Luft nach oben. Soziokulturelle Angebote ganz allgemein und die Angebotsvielfalt im Besonderen ist mancherorts durchaus ausbaufähig. Schließlich müsste auch darüber nachgedacht werden, ob Soziokultur über die Funktion eines überaus wichtigen Mitspielers im kommunalen Kulturnetzwerk hinaus nicht als Kulturbegriff betrachtet werden sollte. Visionäre Kompetenz ist grundsätzlich ein Charakteristikum der Soziokultur und so gehört heute dazu auch die Digitalisierung. Soziokultur hat Perspektive.

Prof. Dr. Julia Lehner Kulturreferentin der Stadt Nürnberg


2 Darstellung der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Bayern e.V.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAG Bayern) vertritt aktuell 38 Zentren in Bayern. Aber nahezu jede Gemeinde in Bayern hat kulturelle Initiativen und Kulturnetzwerke, die das kulturelle Leben in Stadt und Land beleben und die noch nicht in der LAG organisiert sind.

Sie alle stehen vor den gleichen Problemen: Fragen zur Gema, Steuerrecht, Künstlersozialkasse, Versammlungsstätten-Verordnung und Sicherheitsauflagen erschweren den (oft ehrenamtlich tätigen) Kulturarbeiter/-Innen die Arbeit. Die Angebote, insbesondere auf dem Lande, können oft nur dank des ungewöhnlich hohen bürgerschaftlichen Engagements aufrechterhalten werden. Kulturpolitik im ländlichen Raum spielt darüber hinaus meist nur da eine Rolle, wo sich kulturelle Akteur/-Innen einmischen und z.B. als Partner/-Innen der Gemeinde auftreten und sie unterstützen.

Die LAG versteht sich als Fachverband für Soziokultur und steht auch Nicht-Mitgliedseinrichtungen und allen kulturell arbeitenden Akteur/-Innen zur Verfügung. Bisher wird die Arbeit ehrenamtlich, in der Hauptsache von Mitgliedern des Vorstands, geleistet. Ein der Sache dienliches, kontinuierliches Arbeiten ist nicht möglich, da die Aktiven mit Leitungsfunktionen in ihren Einrichtungen stark ausgelastet sind. Die Grenze des Machbaren ist erreicht.

Eine wirkungsvolle und bedarfsgerechte bayernweite Förderung der soziokultureller Zentren und Initiativen braucht eine finanzielle Ausstattung. Benötigt wird eine ausreichende Finanzierung für personelle Ressourcen, eigene Büroräume mit Ausstattung und ein Jahresbudget.

Soziokultur berührt und begeistert, weil sie Kultur mitten in der Gesellschaft und mitten aus der Gesellschaft ist. Sie spiegelt die ganze Vielfalt der Kulturen unserer Städte und des Landes wieder. Die LAG und ihre Einrichtungen, Projekte und Aktivitäten stehen für Teilhabe der Bürger/-Innen und Mitgestaltung der Stadtgesellschaft. Soziokultur fördert Nachwuchs und Bildungsgerechtigkeit, bietet Freiräume, schafft lokale Identitäten und Heimat.
Soziokultur entwickelt und stärkt regionale Netzwerke und realisiert Kooperationen weit darüber hinaus. Sie bringt Partner/-Innen aus unterschiedlichen Bereichen – Kultur, Politik, Wirtschaft, Soziales und Bildung – zusammen und fördert Dialoge.


Begriffserklärung – Was genau ist Soziokultur?

Der Begriff Soziokultur hat zunächst mehrere Bedeutungsebenen und ist in seiner allgemeinsten Funktion ein kulturpolitischer Programmbegriff zur Zusammenführung von Kultur und Gesellschaft (wörtlich übersetzt „Gesellschaftskultur“). Überall, wo sich Menschen unabhängig von ihrer sozialen oder nationalen Herkunft füreinander interessieren und Kultur und Kunst eng mit der Gesellschaft (dem „Sozium“) verknüpft sind, ist Soziokultur.

Eine lebendige Soziokultur ist nicht alleine ein Wert an sich – die Soziokultur ist wichtig für Stadt und Land, weil sie Kultur mit demokratischen Werten verbindet und so – oftmals spielerisch – mit den Mitteln der Kultur auf soziale Zusammenhänge einwirkt. Die Einrichtungen, Projekte und Initiativen der Soziokultur erfüllen viele wichtige Funktionen in der Gesellschaft, sie sorgen für den Zusammenhalt der internationalen Gesellschaft. Sie koordinieren und fördern bürgerschaftliches Engagement, gerade in einer Zeit, in der die sozialen Unterschiede immer weiterwachsen.

Soziokultur ist generationsoffen, milieuübergreifend und inklusiv. Soziokultur bietet kulturelle Teilhabe für Menschen aller Altersgruppen, aller sozialer und kultureller Hintergründe – auch unter schwierigen Bedingungen. Sie ermöglicht durch niedrigschwellige und bezahlbare Veranstaltungen, Kurse und Workshops, Kulturprojekte und Gruppenangebote verschiedenste Zugänge zu Kultur für möglichst viele Menschen und aktiviert sie zu eigenem kreativem und künstlerischem Handeln.

Soziokultur spiegelt die ganze Vielfalt der Kulturen unseres Landes wieder und bindet sie auf allen Ebenen ein. Sie macht die kulturelle Vielfalt der Gesellschaft erlebbar und offenbart ihre Potenziale. Sie schafft mit den Mitteln der Kultur neue Identitäten – jenseits sozialer und herkunftskultureller Zuschreibungen. Interkulturelle Öffnung ist nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Aufgabe, an der auf allen Ebenen – von der Gestaltung des Programms über Personalstruktur bis zur Zusammensetzung des Publikums – gearbeitet wird. Sie wird so zur selbstverständlichen Praxis und zum Modell für andere Bereiche der Gesellschaft.
Dabei steht Soziokultur bis heute nicht im Widerspruch zu traditionellen Kulturformen und Einrichtungen wie Theatern und Museen, sondern ergänzt diese in der Breite. Und auf der anderen Seite bedienen sich staatliche Theater und Museen soziokultureller Methoden und bieten z.B. besondere Vorstellungen, offene Führungen für Menschen aller gesellschaftlichen Milieus an. Soziokulturelle Einrichtungen bieten oft Aufenthalts- oder Betätigungsmöglichkeiten, welche nicht von einem kommerziellen Druck begleitet sind. Insbesondere für die soziale und migrationsorientierte Integration ist dieser Umstand essentiell.


3. Über die geplante Landesgeschäftsstelle

3.1 Darstellung des Bedarfs

Es soll nun in Kürze aufgezeigt werden, wie genau sich der Bedarf nach einer Geschäftsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Bayern e.V. darstellt. Dabei wird auf die dringende Einsicht hingewiesen, dass eine angemessene kulturelle Grundversorgung einer Gesellschaft kein schmückendes Beiwerk zum eigentlich lebensnotwendigen ist und auch kein schöner Luxus, den man sich in guten Zeiten leisten kann. Kultur ist stattdessen ein unverzichtbarer Faktor für den Erhalt einer friedlich-demokratischen Gesellschaft und deren Weiterentwicklung.

Der Bedarf einer Landesgeschäftsstelle lässt sich anschaulich am Begriff der Soziokultur selbst zeigen. Gerd Dallmann (Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur in Niedersachsen) schlägt vor allem drei Kennzeichen von Soziokultur vor, die jeweils nicht ohne die beiden anderen auskommen. Diese sind ein erweiterter Kulturbegriff, gesellschafts-politische Motive ihrer Akteure und Kulturelle Bildung. (Vgl. Dallmann (2015). S. 9-12.)

Soziokultur mit ihrem breiten und anerkennenden Kulturbegriff – wir kennen seitdem Industriekultur, Landwirtschaftskultur, Wirtshauskultur uvm. – ist die Möglichkeit eigen, alle Mitglieder der Gesellschaft anzusprechen, statt sich nur auf bestimmte Milieus zu beschränken. Gerade in einem Flächenland ist Soziokultur anpassungsfähig und ereignet sich sowohl beim Stadtteilfest in den Ballungsräumen, wie auch in der Kulturscheune oder bei der Kirchweih. Sie hört auch nicht bei den schönen Künsten wie Musik und Theater auf, sondern wertschätzt und fördert kulturelles Erbe wie das Handwerk, den Sport und das Brauchtum.

Ebenso ist die Soziokultur in besonderem Maße inklusiv und offen, beispielsweise für Menschen mit Handicap. Mit einer Geschäftsstelle ließe sich dieser breite Kulturbegriff auf Landesebene effektiv fördern. Kleinteilige Strukturen könnten gezielt gestützt und ein Austausch organisiert werden. Wer sich innerhalb der Soziokultur engagiert oder an soziokulturellen Angeboten teilnimmt, gestaltet die Gesellschaft mit.

Soziokultur ist deshalb eine sinnvolle Möglichkeit für bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt. Sie wirkt Vereinzelung, Spaltung und Anonymisierung entgegen. Mit niedrigschwelligen und flexiblen Strukturen fördert Soziokultur interkulturelle Begegnung und Integration, sie belebt Gemeinschaften auf dem Land wie in der Stadt und ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe. In Zeiten politischer Polarisierung offenbart sich die dringende Notwendigkeit der Stärkung soziokultureller Strukturen. So wäre mit einer Landesgeschäftsstelle ein verlässliches Fundament geschaffen, auch in Bayern das Bürgerrecht der Kultur weiter umzusetzen und damit extremistischen Tendenzen und Spaltung entgegenzuwirken.

Erkennt man die Tatsache an, dass Bildung für den Fortbestand und die Weiterentwicklung einer Gesellschaft im globalen Wettbewerb immer mehr an Bedeutung gewinnt, so ist auch dies ein Argument, das für die Einrichtung einer hauptamtlichen Geschäftsstelle der LAG Soziokultur in Bayern spricht. Soziokulturelle Angebote sind immer auch Angebote Kultureller Bildung. In diesen Settings erfahren die Menschen mit allen Sinnen sich selbst und ihre Umwelt. In Prozessen der Ästhetischen Bildung eröffnen sich auch Gestaltungsspielräume, die im alltäglichen Leben wie auch im Beruf dienlich sein können. Nicht zuletzt steigert Kulturelle Bildung auch die Lebensqualität des Einzelnen und spendet Freude.


3.2 Aufgaben der Landesgeschäftsstelle

Die konkrete Arbeit einer Geschäftsstelle der LAG Soziokultur Bayern e.V. müsste zum einen verlässliche Strukturen bieten, die das soziokulturelle Leben in Bayern im Alltag organisieren und fördern und andererseits flexibel auf aktuelle Entwicklungen (z.B. Flüchtlingskrise, politische Spaltung der Bevölkerung) reagieren können. Einige mögliche Tätigkeitsbereiche werden nun dargestellt, wobei diese Aufzählung keinen Anspruch auf Endgültigkeit oder Vollständigkeit erhebt. Das Wirken der Geschäftsstelle hat sich eben auch an verändernden Anforderungen der Gesellschaft auszurichten.

- Vertretung des Landesverbands

Die hauptamtliche Geschäftsstelle wäre noch vor dem ehrenamtlichen Vorstand, erste Ansprechpartnerin des Landesverbands. So könnte die Geschäftsstelle als Expertin und Beraterin in soziokulturellen Belangen auftreten und z.B. als Sachkundige in Ausschüssen tätig sein. Zugleich wäre sie die gebündelte Vertretung ihrer Mitglieder und könnte Informationen effizient an die, über ganz Bayern verteilten Einrichtungen und Initiativen weiterleiten. Die Geschäftsstelle könnte die Landesregierung bzw. die bayerische Verwaltung in fachlichen Fragen beraten und durch einen Jahresbericht regelmäßig über das soziokulturelle Leben in Bayern informieren.

- Vertretung des Freistaats

Auf Bundesebene wäre die Geschäftsstelle soziokulturelle Vertreterin Bayerns. Sie würde im Bundesverband Soziokultureller Zentren bayerische Interessen und Perspektiven vertreten, was bisher für den ehrenamtlichen Vorstand aus Zeitmangel kaum möglich ist. Weiterhin könnte sie Projektgelder nach Bayern kanalisieren. Internationale und bundesweite Fördermittel, beispielsweise der EU, erreichen die bayerischen Einrichtungen bislang noch zu wenig, weil die Antragsverfahren einerseits meist sehr komplex sind und zum anderen oft auch keine Kenntnis über deren Existenz besteht. Die Geschäftsstelle könnte hier als Vermittlerin wirken. Sie könnte die Zentren über mögliche Fördertöpfe außerhalb Bayerns informieren und bei der Antragsstellung helfen. Mittel die bislang nicht ausgeschöpft werden oder in andere Bundesländer fließen, könnten so nach Bayern gelenkt werden.

- Professionalisierung und Weiterbildung

Eine Landesgeschäftsstelle würde bayernweite Weiterbildungsprogramme organisieren und ihre Mitglieder in verschiedenen Fragen beraten können. Die Einrichtungen des Verbandes und auch die der Nicht-Mitglieder ließen sich so weiter professionalisieren und auf dem aktuellen Stand halten. Auch Vortragsreihen und Diskussionen zu aktuellen Themen könnten stattfinden, sodass sich die bayerische Soziokultur im bundesweiten Vergleich weiter steigern könnte.

- Information und Vernetzung

Eine zentrale Geschäftsstelle könnte ein dichtes Netz der Soziokultur in Bayern spinnen. Mit regelmäßigen Newslettern würde sie Stellenangebote, Nachrichten, Überblicke über Fördermittel und Veranstaltungen teilen. Sie könnte eine Platzbörse für FSJ-, BFD- und Praktikumsplätze einrichten und verwalten. Die Mitgliedseinrichtungen könnten stärker vernetzt und zu Kooperationen untereinander aber auch mit anderen öffentlichen Bereichen angeregt werden. So ließen sich auch mehr bayernweite Binnenprojekte realisieren und der Freistaat würde noch stärker zusammenwachsen. Die Akquise neuer Mitglieder würde den Verband weiter wachsen lassen und so die Soziokultur in Bayern insgesamt fördern.


3.3 Finanzieller Rahmen

Die Kosten wurden nach bestem Wissen und Gewissen anhand bayerischer Mittelwerte kalkuliert.


4 Schlusswort

Eine gut ausgestattete Landesgeschäftsstelle könnte nun endlich das bewirken, was der bislang ehrenamtlich agierende Verband nicht zu leisten vermag.

Sie wäre im Stande, Soziokultur in die Breite zu tragen, in den Städten und vor allem auch in den ländlichen Regionen Initiativen anzustoßen und zu begleiten. Sie könnte vernetzen, fort-und weiterbilden, Europäische Fördermittel nach Bayern leiten und neue, innovative Projekte ins Leben rufen.

Eine funktionierende Landesgeschäftsstelle stärkt die Zivilgesellschaft in Stadt und Land, sie kann die Soziokultur in Bayern langfristig auf solide Füße stellen.

„Kultur ist keine Subvention, sondern eine Investition in unsere Zukunft“. (Aus dem Koalitionsvertrag von CDU,CSU und SPD, 2013)